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22.12.2014

Fritz Sdunek. Bild dpa

Fritz Sdunek ist tot

Fritz Sdunek war einer der bedeutendsten Boxtrainer Deutschlands. Heute verstarb Fritz Sdunek mit 67…

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10.08.2014

Die original 90er Party!

Die größten Hits der 90er Jahre von Pop bis House von Rock bis Dance! Wenn man die 90er Ja…

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22.11.2012

Erst nach einer einführenden Trainingseiheit dürfen die Teilnehmerinnen des Mädchenaktionstages sich die Boxhandschuhe anziehen. Viele tragen sie offensichtlich das erste Mal und finden großen Gefallen an diesem Sport, der viel mit Technik und Fitness zu tun hat

Aktionstag „Just for girls“ kommt gut an

Beim Sport das Selbstbewusstsein gestärktVon Kathrin EhrlichUnter dem Motto "Just for Girls" haben …

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16.02.2012

BuddyKids besteht wissenschaftliche Prüfung

Persönlichkeitstraining „BuddyKids im Rheiderland" besteht wissenschaftliche Überprüfung. Ko…

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Pressestimmen BuddyKids besteht wissenschaftliche Prüfung
» 12Rounds 16.02.2012

Persönlichkeitstraining „BuddyKids im Rheiderland" besteht wissenschaftliche Überprüfung. Kooperationspartner entscheiden über Fortführung.



Im Rahmen des Gewaltpräventionsprojektes „Sport gegen Gewalt" und seinem Nachfolger dem Präventionsrat „Netzwerk Rheiderland" werden seit 2006 verschiedene Maßnahmen, Programme und Aktionen zur Persönlichkeitsstärkung von Kindern und Jugendlichen im Rheiderland ins Leben gerufen.

Eines davon ist „BuddyKids im Rheiderland" (Buddy = engl. Kumpel)- das Persönlichkeitstraining für Kinder im Alter von 6 - 10 Jahren wurde im Rahmen des Sportunterrichts vom 1. Juli 2009 bis 31. August 2011 an allen elf Grundschulen des Rheiderlandes durchgeführt.

Ein wesentlicher Aspekt des Trainingsprogrammes ist bei „BuddyKids", dass die Kinder ihre persönlichen sowie sportlichen Stärken und Schwächen erfahren, um diese für sich zu nutzen bzw. sinnvoll in ihren Alltag einzusetzen. In insgesamt 12 Einheiten soll unter Einbeziehung verschiedener Übungseinheiten aus der Selbstverteidigung und dem Boxsport gepaart mit sozialpädagogischen Interventionen, das Sozial- und Konfliktverhalten sowie das Selbstbewusstsein der Kinder verbessert werden.

Um die Wirksamkeit des Programms und seine Auswirkungen zu überprüfen, vereinbarten die Projektverantwortlichen (Netzwerk Rheiderland / Bundespolizei, Kreissportbund Leer) bereits beim Start dieses, in seiner Form einzigartigen Persönlichkeitstrainings, eine wissenschaftliche Begleitung und Weiterentwicklung durch Dr. Lobermeier von der Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Analyse, Beratung und Evaluation kurz ProVal aus Hannover.

Dazu wurden Videoanalysen durchgeführt sowie Fragebögen Projekttagebücher ausgewertet. Die Ergebnisse des weiterentwickelten Konzepts wurden der Steuerungsgruppe des Netzwerkes Rheiderland und den Schulleitern der Grundschulen und der Förderschule vorgestellt. Demnach ist „BuddyKids" grundsätzlich wertvoll um die Herausbildung eines stabilen Selbstkonzeptes zu unterstützen, damit die Kinder eher in der Lage sind Anforderungen und Belastungen standzuhalten. Außerdem sind sie für die Problematik von Konflikten beispielsweise auf dem Schulhof sensibilisiert.

Allerdings gab es auch einige „Knackpunkte", wie etwa eine übergeordnete Projektleitung mit Projektmanagement, eine Sicherstellung von Trainerinnen vor Ort (bisher wurde das Training hauptsächlich von Daniela Haak und den Mitarbeitern der 12Rounds GmbH in Bremen gegeben) und eine Erhöhung der Intensität. Darüber hinaus sollte ein gesondertes Konzept für die Förderschule Weener erstellt werden.

Die beteiligten Kooperationspartner haben sich einstimmig für die Fortführung des Programms „BuddyKids im Rheiderland" in der weiterentwickelten Form und unter Einbeziehung der Evaluationsergebnisse ausgesprochen. Diese Forderungen sollen nun umgesetzt werden, damit „BuddyKids im Rheiderland" ab dem Schuljahr 2012-2013 langfristig und nachhaltig weiterlaufn kann.

Dazu braucht es jedoch Geld. Nun müssen die bisherigen Kooperationspartner über eine weitere Finanzierung sowie mögliche Finanzierungsmodelle entscheiden.

Hinweis:

In einem persönlichen Gespräch wird Herr Dr. Lobermeier Ihnen gerne weitere Einzelheiten zum Evaluationsgutachten „BuddyKids im Rheiderland" erläutern.





www.buddykids.de

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Selbstverteidigungstrainings für Jungs und Mä
» Ortsamt Vegesack 06.12.2010

12rounds - Bremer Jugendring - wEUnited



Seit September 2010 finden im Bürgerhaus Vegesack in Kooperation mit 12rounds, dem Bremer Jugendring und der jugendlichen Projektgruppe "wEUnited", welche die Mittel für die Kurse bei der Nationalagentur Jugend für Europa selbst beantragt hat, Selbstverteidigungstrainings für Jungs und Mädchen statt. Entstanden ist die Idee zur Durchführung solcher Trainings im Rahmen des Projektes "European Eat Art", wo die Themen des Abends u.a. fehlende Sport- und Freizeitmöglichkeiten in Vegesack waren.

Die drei wichtigsten Ziele sind die Steigerung des Selbstwertgefühls und des Selbstbe­wusstseins, der Aufau eines Sozialen Miteinanders und sozialer Kompetenzen und der Ab­bau von Aggressionen durch das definieren von Zielen und Hoffnungen. Wichtig ist die Teilnahme für weibliche und männliche TeilnehmerInnen, weil es im realen Leben sowohl weibliche und männliche Jugendliche gibt, die keine klaren Linien und Verhältnisse in ih­rem privaten Umfeld haben. Dadurch ergibt sich sowohl bei weiblichen und männlichen ju­gendlichen Teilnehmern Angst, Frustration, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und vieles mehr. Dies ist der Nährboden für mangelndes Selbstwertgefühl, Aggression sowie Frustra­tion - welche dann zumeist in Gewalt gegenüber Mitmenschen oder sich selbst münden. Auch der Umgang der Geschlechter miteinander spielt in den Trainings eine große Rolle.

Die Jugendlichen lernen den Umgang mit Konfliktsituationen,was auch bedeutet, dass sich die Teilnehmer einem Konflikt stellen. Sie lernen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse klar auszudrücken - auch gegenüber Dritten. Ein wichtiger Bestandteil ist hier das NEIN sagen, wenn man etwas nicht will. Durch das definieren der eigene Person werden zudem Aggressionen abgebaut. Sollte es dennoch einmal Stress geben, haben die Jugendlichen gelernt die nachfolgende Wut in sportliche Bahnen zu lenken und nicht an Mitmenschen auszuleben. Angestrebt wird ein Training von Jungen und Mädchen gemeinsam,weil sie auch im Alltag miteinander leben.
Sie müssen lernen sich und den anderen zu akzeptieren und zu respektieren.



www.ortsamt-vegesack.bremen.de/projekte

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Fair, aber klar: Boxgym
» Osterholzer Anzeiger 17.09.2010

CDU besuchte „Boxgym" von 12rounds im Pumpelberg



Im Boxgym im Pumpelberg trainieren Mädchen mit Jungen „alles durcheinander", nur in zwei Altersgruppen. Denn die Hauptaufgabe ist Achtung und Respekt. Links Trainerin Daniela Haak. Foto: ek

Osterholz-Scharmbeck. Im Jugendhaus Pumplberg saß Boxtrainerin Daniela Haak am runden Tisch mit einigen CDU-Stadtratsmitgliedern, die mal selbst sehen wollten, wie die öffentlichen Fördermittel in Sachen Integrationsarbeit so angelegt werden. „Boxgym" - das macht neugierig...

„Hier wird nicht nach irgendwelchen Straßenzügen kategoriert. Es ist mir völlig egal, woher sie kommen. Sie kommen von überall her." DANIELA HAAK

Daniela Haak, das war mit einen Blick und dem ersten Satz von ihr klar, stand wie ein Mann hinter ihren Kindern und Jugendlichen, die sie im Boxen trainiert. „Wir können hier in Ruhe sitzen und uns unterhalten - ich weiß, dass sich die Kinder drinnen warm machen, auch ohne dass ich dabei bin", erklärt sie kurz und freundlich lächelnd. Die Geschäftsführerin des Lilienthaler Unternehmens „12rounds" arbeitet seit September 2007 im Jugendhaus Pumpelberg. Montags und donnerstags kommen Kinder und Jugendliche hierher, um hier unter klaren Regeln und Ansagen zu boxen. „Fair, aber klar: Das ist in Ordnung. Zu viel Entscheidungsfreiheit ist für sie belastend". Beim Tag der offenen Tür habe man schon den Erfolg in der Intergrationsarbeit gesehen. „Und darüber hinaus wird hier ja nicht „nur" Boxen trainiert, sondern gleichzeitig soziales Verhaltenstraining", sagte CDU-Ratsherr Marcus Oberstedt.
Über den Sport käme man an die Jugendlichen heran, um sie beim Berufseinstieg zu unterstützen, um mit ihnen Perspektiven zu erkennen. „Klare Regeln und Respekt, also das, was hier geübt wird, helfen beim (auch Wieder-) Einstieg in die berufliche Laufbahn. Meist kommen die Jugendlichen von sich aus auf uns zu, das ist optimal", sagte Daniela Haak, Die Frage, woher ihre Schützlinge denn so kämen, wurde klar und kurz und freundlich beantwortet: „Hier wird nicht nach irgendwelchen Straßenzügen kategorisiert. Es ist mir völlig egal, woher sie kommen. Sie kommen von überall her." Die psychologisch geschulte
Fachsporttrainerin arbeite wie alle ihre Kollegen eng mit der Bundespolizei zusammen, „aber der Draht zu den Kindern und Jugendlichen muss stimmen - da kann man sich ausbilden wie man will." Daniela Haak weiß, was die jungen Menschen brauchen: „Es muss ein Gesicht da sein." Das Vertrauen habe sie sich erarbeitet durch das Vorleben der Regeln, die sie ihnen abverlangt. „Hier gibt es eine eigenständige Organisation der Kinder, sie üben Verantwortung füreinander zu übernehmen. Und einfach nicht zum Training zu kommen, das geht nicht." Und sie kommen regelmäßig zum streng erscheinenden Training, obwohl kein finanzieller Beitrag von ihnen geleistet werden muss und so eigentlich kein Druck von außen auf den Kindern lastet. Jeder dürfe kommen, solange er oder sie sich an die Regeln halte. Daniela Haak dachte nach: „Und es ist noch keiner vom Training ausgeschlossen worden."
Ungefähr 30 Kinder und Jugendliche, von zehn bis um die 20 Jahre herum, erscheinen regelmäßig zum Training. „Ich sehe den Erfolg meiner Arbeit. Wenn sich noch mehr machen ließe, würde ich sofort mitmachen." Die Angst der Stadtbewohner vor den raubeinigen Jugendlichen und die Nichtanerkennung, die die Jugendlichen wiederum erfahren, das kann eine gefährliche Spirale bilden. „Ich kenne beide Seiten", sagte Daniela Haak. „Und beide haben Recht. Man muss sie nur zusammenbringen. Aus der Distanz sieht alles immer sehr schlimm aus. Wenn man sich kennt und sieht, ist alles nicht mehr so schlimm." Für sie ist und bleibt die Jugendarbeit Zukunftsarbeit. 80 bis 90 Teilnehmer haben das Boxgym im Laufe der Jahre kennen gelernt. „Ich freue mich immer, wenn die sich mal wieder melden." Auf ihre Kinder und Jugendliche sei eben Verlass, „davon können sich viele Erwachsene eine dicke Scheibe abschneiden!"



www.osterholzer-anzeiger.de

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Beim Boxen werden auch Werte vermittelt
» Osterholzer Kreisblatt 17.09.2010

Rund 80 Jugendliche haben in den vergangenen drei Jahren am Projekt „BoxGym" teilgenommen / CDU Mitglieder informierten sich vor Ort



Fachsporttrainerin Daniela Haak (rechts) informierte Mitglieder des CDU-Stadt-verbandes über das Projekt „BoxGym" FOTO: PIET FISCHWER

VON PIET FISCHER

Osterholz-Scharmbeck. Seit knapp drei Jahren gibt es das Projekt „BoxGym" im Jugendhaus am Pumpelberg. In dieser Zeit haben etwa 80 Jugendliche das Boxtraining durchlaufen. Das „BoxGym" ist Teil des Programms „Stärken vor Ort" der Stadt Osterholz-Scharmbeck. Zweimal wöchentlich treffen sich hier etwa 30 junge Menschen, um gemeinsam zu boxen. Unter der Anleitung der Fachsporttrainerin Daniela Haak bekommen sie aber auch noch ganz andere Fertigkeiten vermittelt, wie jetzt Mitglieder des CDU-Stadtverbandes bei einem Besuch vor Ort erfahren haben.
Daniela Haak erläutert ihren Besuchern, dass Kinder und Jugendliche über den Sport auch Werte vermittelt bekommen - die jungen Boxer lernten Respekt und das Befolgen von klaren Regeln. So sei pünktliches Erscheinen gefordert. Wer zu spät komme, müsse einen Obolus leisten, aus der bei Veranstaltungen Kekse und Getränke finanziert werden, so Haak.
„Auch wenn viele der Jugendlichen am Anfang Schwierigkeiten mit der Disziplin haben, klappt das dann aber konsequenterweise sehr gut", betont die Trainerin. Die „BoxGym" - Teilnehmer seien mittlerweile so weit, dass sie auch eigenständig Trainingseinheiten durchführen könnten - wie etwa das gemeinsame Warmmachen.
Die gemeinsame sportliche Betätigung sei immer auch ein soziales Training, erläutert Haak. Zwischen den Boxerinnen und Boxern entstehe ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Nicht nur im Ring treffen sich die Jugendlichen, sondern auch zu ganz verschiedenen Unternehmungen. Ein Graffiti haben sie bereits gemeinsam gestaltet, auch gekocht und Kekse gebacken.
Das Boxtraining findet in zwei Altersklassen statt. So boxen jeweils die Elf - bis 14-Jährigen und die 15- bis 21-Jährigen zusammen an einem Termin. Jungen und Mädchen, die am kostenlosen „BoxGym" teilnehmen möchten, können sich an die Trainer von „12rounds"
(Telefon 04292/8199529) oder an Karin Wilke im Rathaus wenden (Telefon 04791/17353).



www.osterholzer-kreisblatt.de

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Ein Europäisches Jugendhaus für Vegesack
» Weser Kurier 03.06.2010

Bremer Jugendring plant Modellprojekt miz EU-Hilfe - Jugendliche sollen Treff selbstständig verwalten



Die Jugend redet mit: Im geplanten Europäischen Jugendhaus sollen Vegesacker Jugendliche auch mit Politikern ins Gespräch kommen. So wie am vergangenen Wochenende junge Menschen aus Bremen und vier weiteren norddeutschen Bundesländern (Foto) bei der Jugendkonferenz „Take Five for Europe" in Hamburg<br />
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Von Gabriela Keller

Vegesack. Freizi Alt-Aumund, Mädchentreff Lilas Pause, Jugendcafé Haven Höövt - Treffpunkte für Jugendliche in Vegesack gibt es viele. Jetzt soll ein „Europäisches Jugendhaus" dazukommen. Der Bremer Jugendring will das Projekt gemeinsam mit dem Verein „12rounds" im Mittelzentrum auf die Beine stellen.

Noch ein Jugendtreff? Ja, aber anders als alle anderen. In Vegesack soll etwas entstehen, was nach den Worten von Angela Ruess „einmalig in Deutschland" wäre. Ein Modellprojekt für die Republik. Im Europäischen Jugendhaus sollen Jugendliche nicht einfach nur einen Raum für sich haben. Das Konzept, das vergangenen Montag dem Vegesacker Jugendausschuss vorgestellt wurde, ist ehrgeiziger. Es geht darum, hehre Ziele und Themen europäischer Jugendpolitik im Kleinen mit Blick auf die konkreten Wünsche und Interessen von Vegesacker Jugendlichen umzusetzen.

Die Idee entstand durch das Projekt „European Eat Art". Am 28. Januar dieses Jahres hatten 20 Jugendliche für Politiker gekocht und anschließend beim gemeinsamen Essen diskutiert, was sie im Stadtteil für sich vermissen. Ein eigener Raum, Sportangebote und längere Öffnungszeiten von Freizeiteinrichtungen waren die am häufigsten geäußerten Wünsche.

Im Europäischen Jugendhaus „wEUnited" sollen sie in Erfüllung gehen. Der Name ist Programm: Das Projekt ist ein Experimentierfeld für aktuelle jugendpolitische Ziele der EU. Die hat sich auf die Fahnen geschrieben, in den Jahren 2010 bis 2018 Initiativen im Jugendbereich zu bestimmten Themen zu fördern. Berufliche Bildung und Gesundheit gehören dazu aber auch die Förderung von Selbständigkeit und freiwilligem Engagement. Gleichzeitig soll die Politik die Interessen von Jugendlichen stärker berücksichtigen.
In Vegesack soll die EU-Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Die Jugendlichen sollen ihr „Haus" eigenverantwortlich führen und selbst in Ordnung halten. Die erforderlichen Schlüsselkompetenzen werden den jungen Nutzern nach den Worten von Angela Ruess, Referentin für Jugendpolitik beim Bremer Jugendring, in Seminaren vermittelt werden. „Das Haus soll kein offener Treff sein. Geplant ist ein Mitgliedssystem." Mit Regeln, an die sich jeder zu halten habe. „Keine Gewalt, kein Alkohol, keine Drogen gehören dazu."

In Zusammenarbeit mit dem Verein „12rounds" sollen Selbstverteidigungs- und Boxkurse sowie Sportangebote für muslimische Mädchen angeboten werden. Das laut Ruess Einmalige am geplanten Vegesacker Haus, das es von anderen Europäischen Jugendhäusern unterscheiden würde: „Wir wollen dem Dialog zwischen Jugendlichen und Politikern hier einen festen Raum geben." In regelmäßigen Abständen sollen beide im Jugendhaus ins Gespräch kommen.

Ob es mit dem Jugendhaus etwas wird, hängt jetzt von der EU ab. „Wir haben das Projekt zunächst als Jugendinitiative für sechs Monate beantragt", sagt Ruess. Fließt Geld aus Brüssel, wollen die Projektträger zunächst mit einem Sportkurs für junge Muslima starten. „Wenn es gut läuft, werden wir einen Folgeantrag stellen." Der Vegesacker Jugendausschuss hat schon mal Startkapital zur Verfügung gestellt: 2106,42 Euro für Sportmaterial wie Boxsäcke, Springseile, Kopfschutz.

Das laut Ruess „größte Problem": Das geplante Haus hat noch keine Bleibe. Erste Anfragen des Vegesacker Ortsamtsleiters bei Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienmaklern haben laut Heiko Dornstedt „noch nichts Konkretes" gebracht. „Wir wünschen uns am liebsten eine leerstehende Gewerbeimmobilie, aber auch ein Ladenlokal ist denkbar", sagt Ruess. „Von den erwarteten EU-Mitteln könnten wir in den ersten sechs Monaten allerdings nur Mietnebenkosten, keine Miete zahlen." Interessenten, die zu diesen Bedingungen Räumlichkeiten bereitstellen möchten, können sich unter Telefon 0421/7926223 an Angela Ruess wenden.



www.weser-kurier.de

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BuddyKids für Schüler aus dem Rheiderland
» Sparkasse LeerWittmund 11.09.2009

Bildung: Wissenschaftler untersuchen Persönlichkeitstraining



Bilduntertitel: „Buddykids“ ist ein Projekt des „Netzwerks Rheiderland“ (NWR). Mehrere Institutionen und die drei Kommunen sind daran beteiligt. Zu den neuen Trainern im Rheiderland werden Anne Mitsiunas (vorne, 2. von links) und Florian Sap (vorne, rechts) ausgebildet. BILD: SCHMIDT

Sie sollen feststellen, wie wirksam das Programm bei den Kindern ist. Nach den Herbstferien geht es wieder los.

RHEIDERLAND / PHA – Das Persönlichkeitstraining für Grundschüler im Rheiderland – „Buddykids“ – geht in eine neue Runde. Nach den Herbstferien werden die 12Rounds-Trainer den Schülern aller elf Grundschulen Kenntnisse etwa über Teamfähigkeit, Toleranz, Fair Play und Selbstbeherrschung vermitteln.

Das Projekt des „Netzwerks Rheiderland“ wird von verschiedenen Sponsoren unterstützt: von der Sparkasse Leer-Wittmund, der Bundespolizeidirektion in Hannover und dem Landessportbund. Erstmals dabei ist jetzt der Kreissportbund Leer. Das Projekt läuft bereits seit 2007. Der neue Abschnitt endet im August 2011.

Neu ist diesesmal, dass die „12 Rounds“-Trainer ihre Nachfolger im Rheiderland ausbilden: Die Sozialarbeiterin Anne Mitsiunas vom Jugendbüro Bunde und Florian Sap, ein ausgebildeter Sport und Bewegungskoordinator aus Weener, sollen künftig nach der „Buddykids“-Methode Kinder schulen. Dabei geht es auch darum, Geld für andere Vorhaben des „Netzwerks Rheiderland“ freizumachen. Außerdem, so Projektleiter Hermann Lampen von der Bundespolizei, könne man den Schulen dann Termine flexibler zur Verfügung stellen.

Zwei Sozialwissenschaftler werden „Buddykids“ ab sofort untersuchen: Dr. Rainer Strobl und Dr. Olaf Lobermeier vom Unternehmen Proval aus Hannover. Sie sollen herausfinden, was das Persönlichkeitstraining bei den Kindern bewirkt.

Dazu sollen sich die Schüler vor Beginn des Trainings und danach mit verschiedenen sozialen Aufgaben beschäftigen. Zum Vergleich gibt es eine sogenannte Kontrollgruppe – eine Klasse, die noch nicht nach „Buddykids“ geschult worden ist.

Die Wissenschaftler, die schon von Landesregierungen und vom Landespräventionsrat Niedersachsen beauftragt wurden, werden anhand der Erkenntnisse ein Gutachten verfassen. „Wir stellen uns dabei die Frage: Ist es das richtige Programm?“, sagte Lampen. Es sei das erste Mal, das ein solches Persönlichkeitstraining wissenschaftlich untersucht wird, so Lobermeier. Die Ergebnisse könnten dazu genutzt werden, „Buddykids“ zu verbessern.




www.sparkasse-leerwittmund.de

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Boxen als Anti-Gewalt-Programm
» Osterholzer Kreisblatt 20.12.2007

Stadt fördert Projekt „TeenDefence“ im Jugendhaus am Pumpelberg mit 10 000 Euro



LINKES BILD: Power in der Halle, Ruhe auf der Straße: Seslin (), Alaa () und Nebir () können sich beim Box-Projekt in der Sporthalle am Pumpelberg verausgaben. RECHTES BILD: Trainerin Daniela Haak zeigt den Jugendlichen, dass der Box-Sport fair ist. CVA.FOTOS: CHRISTIAN VALEK

Von unserem Mitarbeiter
Christian Valek

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. Boxen erfordert Körperkoordination, Disziplin und Durchhaltevermögen. Vielen Kindern mangelt es daran. Unter dem Titel „TeenDefence – BoxGym am Pumpelberg“ fördert die Stadt mit 10 000 Euro ein Microprojekt gegen Aggression und Gewalt. Zweimal in der Woche kämpfen Jugendliche dabei unter Trainer-Anleitung im Boxring um Selbstvertrauen.
In Kreisformation liegen die Teilnehmer auf dem Boden, springen nacheinander auf und schlagen im Wechsel auf die überdimensionalen Handschuhe von Boxtrainerin Daniela Haak.
Seit September kommen Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren zum 90-Minuten-„Sparring“ in die Sporthalle des Jugendhauses am Pumpelberg.
Das Box-Jugendprojekt aus dem Förderprogramm „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ (LOS) läuft noch bis Ende Juni 2008. Karin Wilke, LOS-Koordinatorin, möchte mit dieser Förderaktion Jugendlichen Anlaufpunkte liefern. „Die Jugendlichen erkennen, dass Boxen ein Sport ist, für den man eine Ausrüstung braucht und der nach bestimmten Regeln abläuft.“, sagte die LOS-Koordinatorin. Trainerin Daniela Haak zeigt den Teilnehmern neue Horizonte. „Wir betreuen mit einem entwickelten Konzept und zeigen, dass Boxen fair ist und viel Disziplin erfordert. Es geht hier um Respekt und Zusammenarbeit der Kurs-Teilnehmer. Aber auch Erste-Hilfe und Koordinationstraining gehören zur Ausbildung“, erklärt Haak.
Für die Teilnahme herrschen klare Regeln. Niemand darf mehr als zweimal fehlen, sonst wird ihm weiteres Mitmachen verweigert. „Das klappt recht gut. Die Jugendlichen legen bei Krankheit zur Entschuldigung ein Attest des Arztes vor. Das ist in der Berufswelt genauso“, sagt die Lebensgefährtin Beyers.
Die Markus Beyer GmbH „12Rounds“ aus Lilienthal hat die Trägerschaft des Anti-Aggression-Projektes inne. „Ich bin mit den Teilnehmern sehr zufrieden. Alle bewegen sich. Wir haben es geschafft, die Jugendlichen von der Playstation wegzubekommen“, sagt der Box-Champion. Interessant ist, dass rund die Hälfte der Teilnehmer Mädchen und Frauen sind. „Es ist richtig gut, denn oft habe ich nichts zu tun. Ich komme jetzt regelmäßig hierher. Auf der Straße bin ich ruhiger“, erzählt die 13-jährige Nesbir.
Ihre Schwester Seslin denkt genauso. „Ich kann nach dem Sport entspannt nach Hause gehen und habe das Gefühl, dass ich mich selbst verteidigen kann“, sagt die Elfjährige, die auch beim FC Osterholz in der Jugend-Fußballmannschaft kickt. Aber auch die Jungen haben Spaß am städtischen Box-Programm. „Es übt die Selbstverteidigung. Ich fühle mich nach dem Sport entspannt“, sagt Alaa ().
Monika Genßler von der städtischen Jugendarbeit, benennt das Hauptproblem der Jugendlichen. „Die Heranwachsenden haben einfach keine Ausdauer. Hier lernen sie durchzuhalten, bekommen am Ende ein Zertifikat und übertragen dieses Erfolgsgefühl auf ihr Leben“, hofft Genßler.
„Das LOS-Förderprogramm schiebt Projekte dieser Art nur an. Wir hoffen, dass nach Ablauf der Förderzeit solche Projekte durch Sponsoring weitergeführt werden“, sagt LOSKoordinatorin Wilke.
Der Opfer-Hilfsverein „Lichtblick“ aus Schwanewede hält das Projekt bereits jetzt für förderungswürdig und nutzte einen Pressetermin von „BoxGym“ zur Übergabe eines 500-Euro-Schecks. „Wir möchten auch in Zukunft dieses und weitere LOS-Projekte der Stadt finanziell unterstützen“, sagt Vereinsgründer und „Lichtblick“-Vorsitzender Michael Folger am Rande eines Schautrainings in der Sporthalle am Pumpelberg.



www.osterholzer-kreisblatt.de

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