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22.11.2012

Erst nach einer einführenden Trainingseiheit dürfen die Teilnehmerinnen des Mädchenaktionstages sich die Boxhandschuhe anziehen. Viele tragen sie offensichtlich das erste Mal und finden großen Gefallen an diesem Sport, der viel mit Technik und Fitness zu tun hat

Aktionstag „Just for girls“ kommt gut an

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Aktionstag „Just for girls“ kommt gut an

Donnerstag, 22.11.2012 » Weser Kurier


Erst nach einer einführenden Trainingseiheit dürfen die Teilnehmerinnen des Mädchenaktionstages sich die Boxhandschuhe anziehen. Viele tragen sie offensichtlich das erste Mal und finden großen Gefallen an diesem Sport, der viel mit Technik und Fitness zu tun hat
Beim Sport das Selbstbewusstsein gestärkt

Von Kathrin Ehrlich

Unter dem Motto "Just for Girls" haben sich am vergangenen Sonntag Mädchen ab zwölf Jahren im "Garten Eden 2.0" getroffen. Der Arbeitskreis Mädchen im Bremer Westen hatte drei Trainerinnen für Workshops engagiert. Der Spaß stand an erster Stelle. Und ganz nebenbei haben die Mädchen ihr Selbstbewusstsein gestärkt und sich in entspannter Atmosphäre ausgetauscht.

Gröpelingen. "Ist euch schon warm? Also mir schon!", ruft Fitnesstrainerin Christine Schönhoff den sechs Mädchen zu, die bei Lambada-Musik ein schweißtreibendes Tanz-Workout absolvieren. Wirklich der ganze Körper scheint dabei in Bewegung zu geraten. Außer Tanzen konnten die Teilnehmerinnen des Mädchenaktionstags "Just for girls" am vergangenen Sonntag in der Jugendkirche "Garten Eden 2.0" an der Seewenjesstraße auch ein Boxtraining oder einen WenDo-Workshop besuchen. Organisiert wurde der Aktionstag, wie bereits seit vielen Jahren, vom Arbeitskreis Mädchen im Bremer Westen. Der Veranstaltungsort wechselt jährlich zwischen den beteiligten Einrichtungen.
Kerstin Arfmann vom Jugendfreizeitheim Oslebshausen ist zufrieden mit der Resonanz: "Heute haben insgesamt etwa 30 Mädchen an den Workshops teilgenommen. Wir haben den Aktionstag zum ersten Mal an einem Sonntagnachmittag angeboten, das scheint gut anzukommen."
Besonders gut gefiel offensichtlich das diesjährige Programm, das ganz der Bewegung und der eigenen Körperwahrnehmung gewidmet war. Petra Vois leitete den WenDo-Workshop. Die Mädchen lernten von ihr einige Grundbewegungen und am Ende der Stunde konnten sie sogar ein Brett durchschlagen. Dadurch haben sie erfahren, wie viel Kraft in ihnen steckt.
Gleichzeitig vermittelte der Workshop den Mädchen, wie das Prinzip "Kraft gegen Kraft" durchbrochen wird und Konflikte anders gelöst werden können. "Beim WenDo geht es nicht nur um Selbstverteidigung, sondern vor allem um Selbstbehauptung und Entschlossenheit", erklärt Petra Vois. WenDo heißt "Weg der Frauen" und wurde von der feministischen Bewegung in den 1970er Jahren entwickelt. Mädchen und Frauen lernen dabei, wie sie sich gegen verschiedene Formen psychischer und körperlicher Gewalt wehren können. Durch WenDo würden Ängste, Hemmungen und Ohnmachtsgefühle abgebaut und in innere Stärke umgewandelt.
Im ehemaligen Kirchenraum gibt Daniela Haak zeitgleich einen Schnupperkursus im Boxen. Dass es hier um mehr geht als darum, sich die Fäuste zu zeigen, merken die Mädchen schnell. Beinarbeit, die verschiedenen Schläge - Boxen hat viel mit Technik zu tun. Auch die Fitness ist wichtig. Erst nach einer einführenden Trainingseinheit kommen die Boxhandschuhe zum Einsatz. Solche Handschuhe tragen die meisten Mädchen offensichtlich zum ersten Mal, sie haben aber sichtlich Spaß daran. Und so fragen zahlreiche von ihnen nach, wo sie mit dem Boxen weitermachen können. Daniela Haak ist Geschäftsführerin von "12 Rounds" und bietet präventive Sicherheits- und Selbstbehauptungskurse an. Das Besondere: Die Trainer kommen in die verschiedenen Stadtteile, sodass weite Wege zum Trainingsort keine Barriere für Kinder und Jugendliche darstellen.
Zwischen den Workshops können sich die Mädchen im Café der Jugendkirche mit kalten Getränken und frischem Obst stärken und sich über ihre Erfahrungen austauschen. Bella aus Gröpelingen hat am Boxtraining und am Tanz-Workout teilgenommen. Die 18-Jährige ist zum ersten Mal beim Mädchenaktionstag dabei. Ihr gefällt die Veranstaltung richtig gut: "Das Tanzen hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe vorher schon Hip-Hop getanzt, deswegen bin ich mit den Schritten gut zurechtgekommen. Und beim Boxen kann man mal Aggressionen raus lassen und Abstand vom Alltag gewinnen."
Auch Christine Schönhoff, die energiegeladene Trainerin des Tanz-Workouts "Sh‘Bam" findet sich nach ihrem zweiten Kursus im Café ein. Sie ist nass geschwitzt, strahlt aber übers ganze Gesicht: "Die Mädchen waren super und total begeisterungsfähig. Klar geht es beim 'Sh‘Bam' um Sport, aber vor allem soll es ja Spaß machen - und den hatten wir heute auf jeden Fall!"
Beim Sport das Selbstbewusstsein gestärkt
Aktionstag „Just for girls" des Arbeitskreises Mädchen im Bremer Westen kommt gut an
Zitat:
"Mal Aggressionen
raus lassen und Abstand
vom Alltag gewinnen."
Teilnehmerin Bella, 18 Jahre



weitere Infos: www.weser-kurier.de
jw


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